Was man auf einer Exkursion alles lernen kann: Auszüge aus den Logbüchern der 6b

Hier die Daten: Wer? – Klasse 6B in Begleitung von Frau Kühlwetter und Frau Stang sowie Frau Piel und Herrn Roos; Was? – Ausflug; Wohin? – Botanischer Garten beim Poppelsdorfer Schloss; Wann? – 14. Mai vor Pfingsten; Wie? – mit der U-Bahn; Warum? – Entfall der Biologie-Stunden; Folgen? – schlauere und interessiertere Schüler…

Teil 1, Lebensraum Gewässer: Zuerst schauten wir uns Pflanzen unter Wasser an. Dazu sagte die Führerin, Frau Tautz, dass die Pflanzen weniger Sonnenlicht brauchen, um Photosynthese zu betreiben. Dann die Moorpflanzen: Da sie im Schlamm keine Nährstoffe finden, haben sie sich auf das Fressen Insekten spezialisiert. Teil 2, Lebensraum Felsen: Pflanzen, die zwischen Felsen wachsen, speichern viel Wasser. Viele stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen. Teil 3, Lebensraum Ufer: Uferpflanzen wie das Schilf breiten sich schnell aus. Die Unterwasserzone ist ein geeigneter Platz für die Fortpflanzung von Fischen oder anderen Ufer- und Wasserbewohnern. Teil 4, Lebensraum: Buchen-Misch-Wald: Wusstet ihr schon, dass Bodenpflanzen im Wald im Winter viel Sonnenlicht speichern, solange die Bäume noch kahl sind? Wenn die Baumstämme wieder mit Blättern geziert werden, haben sie noch die Reserve Sonnenlicht, aber die reicht auch nicht mehr so lange, weshalb sie dann gelb und braun werden und als Laub abfallen. Teil 5, Lebensraum Tropischer Regenwald: Danach ab ins Gewächshaus. Die Pflanzen in tropischen Regenwäldern sind perfekt auf das warme, regnerische Klima eingestellt. Außerdem bieten sie ein Zuhause für verschiedene Tiere wie Jaguare, Insekten und Vögel. An vielen Arten können auch Früchte wachsen wie an der Bananenstaude.
Max, 6b

Als Nächstes schauten wir uns das Gewächshaus an, wo wir in einem kleinen Becken beeindruckende Wasserpflanzen gezeigt bekamen, die immer trocken blieben, auch wenn man sie im Wasser untergetaucht hat. Daneben war ein Teich, in dem die Victoria-Seerose wächst. Die Führerin erklärte uns, dass diese bis zu drei Meter groß werden können und bis zu 120 kg auf ihren Schwimmblättern tragen können. Im nächsten Haus konnte man viele verschiedene Kakteen sehen und sogenannte „lebende Steine“, die eigentlich aussehen wie Steine, aber trotzdem Pflanzen sind. Danach gingen wir weiter zu einem großen Teich und zu den fleischfressenden Pflanzen, auch Karnivoren oder Insektivoren genannt. Unsere Führerin erklärte uns dort, was die Pflanzen „fressen“ und wie das funktioniert: Die Insekten setzen sich auf den Stengel der Pflanze und rutschen dann langsam hinunter wie in einen Kelch, der aus einem Blatt geformt ist. In diesem Kelch befindet sich eine Flüssigkeit, die Insekten verdaut.
Emilie Lindhorst, 6b

Unsere Führerin hieß Stella Fließwasser. Im Tropenwald gibt es verschiedene Schichten: Erste Etage: die Schicht der Kräuter: zweite Etage: die Schicht der Sträucher; dritte Etage: die Schicht der „normalen“ Bäume; vierte Etage: die Schicht der großen Urwaldriesen. Da durch diese großen dichten Bäume kein Licht auf den Boden kommt, haben sich ein paar Pflanzen weiterentwickelt, die sogenannten Aufsitzerpflanzen, auch „Epiphyten“ genannt. Sie sitzen oben auf den Baumstämmen, wo es Licht gibt. Dort lassen sie sich nieder und wachsen. u den Epiphyten zählen zum Beispiel auch Kakteen. Im Tropenhaus werden die Pflanzen mehrmals am Tag mit einem Sprühnebel bewässert. Auf den Tropen- und Aufsitzerpflanzen wachsen zudem noch kleinere Pflanzen, auf denen dann wiederum noch kleinere wachsen. Im Tropenhaus haben sie sogar einen eigenen kühleren Raum für wasserspeichernde Pflanzen (z.B. Kakteen). Außerdem haben wir gelernt, dass Kakteen keine Stacheln, sondern Dornen haben und Rosen keine Dornen, sondern Stacheln, weil man bei Rosen Stacheln abbrechen kann, Dornen jedoch nicht. Darüber hinaus gibt es dort auch zwei riesige Mammutbäume. Der eine ist ca. 125 Jahre alt und ungefähr 25-30 Meter hoch. Mammutbäume haben eine weiche Rinde, die sie vor Bränden schützt, da diese Bäume aus Kalifornien stammen. Sie können so hoch wie der Kölner Dom werden. Dazu gibt es einen riesigen See mit einer künstlichen Wasserfontäne. Im Botanischen Garten gibt es auch Teiche mit der Heiligen Lotusblume. Die Heiligen Lotusblumen kommen aus Süd-Ost Asien und werden auch „Heiliger Lotus“ genannt. Sie sind wasser- und schmutzabweisend. Selbst klebrige Dinge wie Honig bleiben nicht haften. Wenn man sie unter Wasser taucht, bekommen sie einen silbrigen Glanz. Dies nennt man auch „Lotuseffekt“.
Luisa Bernhardt, 6b

Veröffentlicht am 10. Juni 2018 von Juh unter der Kategorie Allgemein.