Suchtprävention im Jahrgang Acht mit einem Blick durch die Rauschbrille

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Dass die alltägliche Welt für einen selbst und die anderen nicht mehr beherrschbar oder gar gefährlich werden kann, mussten die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen am vergangenem Freitag, dem 7. Juni, feststellen, als die Kollegen einer auf Suchtprävention spezialisierten Abteilung der Bonner Polizei bei uns am Konrad-Adenauer-Gymnasium zu Besuch waren. In einem Parcours führten die Achtklässler scheinbar normale Tätigkeiten durch. Doch der Haken an der Sache: Sie trugen sogenannte Rauschbrillen, die ihren Trägern den körperlich-geistigen Zustand unter Einfluss diverser Drogen simulieren. Und plötzlich wurde das Aufheben eines heruntergefallenen Schlüsselbundes zum Problem. Das Öffnen eines Türschlosses oder das Schieben einer einfachen Sackkarre vorbei an Hindernissen wurde zur Qual und der Gang über eine gerade Linie ohne fremde Hilfe erschien geradezu als ein Ding der Unmöglichkeit.
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Nachdem Frau Schaaf, zuständig für Sucht- und Gewaltprävention an unserer Schule,die Hauptkommissarin Kerstin Seiffert den Kriminalhauptkommissar Lorenz Wüsten vom Bonner Kommissariat Vorbeugung begrüßt hatte, folgten jedoch zunächst eigenständig vorbereitete Schülerpräsentationen zu bestimmten Drogen und den Gefahren von K.O.-Tropfen. Die Referate hatten 17 Schüler aus der Jahrgangsstufe 8 in drei Doppelstunden an den Tagen davor unter fachkundiger Anleitung erarbeitet und an den Nachmittagen zu Plakaten und Power-Point-Präsentationen zusammengestellt.Brille.480Daher ein herzliches Dankeschön an alle Referenten! Natürlich gab es auch fachkundige Antworten zu Schülerfragen durch die anwesenden Polizisten. Fazit des Vormittags: Die Sicht durch die Brille des Drogenkonsumenten offenbart stark beschränkte Sinneswahrnehmungen (wie im Foto links) und Gefahr für die Menschen in deinem Umfeld!