Kämpferin für das Recht auf Bildung für alle: Wir gratulieren der jüngsten Nobelpreisträgerin!

Malala
Für das SLZ wurde gerade das Buch Ich bin Malala angeschafft und aktuell empfängt euch hier ein Infotisch über dieses außergewöhnliche Mädchen, das im Oktober den Friedensnobelpreis erhielt und gestern in Oslo ihre Dankesrede gehalten hat. Malala Yousafzai wurde 1997 in Pakistan als Tochter des Schulleiters einer Mädchenschule geboren. Ermutigt durch ihren Vater kämpft sie seit frühester Jugend für die Rechte der Kinder in Pakistan, besonders für das Recht auf Schulbildung von Mädchen. Als Elfjährige bloggt sie öffentlich und regelmäßig auf der Webseite des britischen Radiosenders BBC über die gewaltsame Terrorherrschaft der Taliban in ihrem Heimatland und schwebt von nun an in großer Gefahr: Sie bekommt Todesdrohungen von Seiten der Taliban, doch sie lässt sich nicht einschüchtern. „Die Taliban erschießen keine kleinen Mädchen“, glaubt sie. Im Oktober 2012 dann überfallen zwei Taliban-Kämpfer ihren Schulbus. Sie rufen: „ Wer ist Malala ?“ – Alle schweigen, doch viele Mädchen sehen Malala an. “Ich bin Malala“, antwortet sie schließlich und ein Schuss trifft sie aus direkter Nähe in den Kopf. Malala schwebt wochenlang zwischen Leben und Tod, wird zur weiteren medizinischen Behandlung nach Großbritannien geflogen und gewinnt den Kampf ums Überleben. Mittlerweile geht sie in England zur Schule und kämpft weiterhin für die Kinderrechte in Pakistan. Gerne würde sie zurück in ihr Heimatland ziehen, ins geliebte Swat-Tal, das sie so sehr vermisst und später vielleicht dort einmal Premierministerin werden.

Doch für viele Pakistani ist Malala mittlerweile eine „Marionette des Westens“, eine „Nestbeschmutzerin“ oder schlicht eine „Verräterin“ geworden und daher in ihrer Heimat extrem unerwünscht. Die restliche Welt feiert sie und jetzt hat sie als bisher Jüngste Person überhaupt den Friedensnobelpreis verliehen bekommen, den sie sich gemeinsam mit dem indischen Kinderrechtler, Kailash Salyarthi teilt. Ich bin Malala: Ein Buch, das sich auf jeden Fall zu lesen lohnt!
Fabio Bernhardt