A Midsummer Night’s Dream: Exkursion in die Kölner Hochschule für Musik und Tanz

DiskussionAm Sonntag, dem 17. April 2016, machten sich fünfzig Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe EF zusammen mit Herrn Waasem und Frau Giesen auf den Weg nach Köln, um an der Hochschule für Musik und Tanz eine Inszenierung von Benjamin Brittens Oper A Midsummer Night’s Dream zu besuchen. Dort angekommen, begrüßte der musikalische Leiter der Oper, Professor Stephan E. Wehr (Bildmitte), unsere Gruppe mit einer unterhaltsamen und interessanten Einführung in Brittens Oper, aber auch in das Leben an der Musikhochschule. Auch einige studentische Mitwirkende, die selbst nur wenig älter als die Schülerinnen und Schüler der EF sind, waren dabei, um uns Frage und Antwort zu stehen: Die Sängerin Bella Adamova (Hermia), der Sänger Michael Terada (Demetrius), sowie aus dem Orchester der Percussionist Clemens Fieguth, die Harfenistin Lea Wirtz, der Posaunist Lukas Steup und Nicolas Kierdorf, der im Orchester Cembalo und Celesta spielt. Die Oper selbst ist ein Werk des englischen Komponisten Britten (1913-1976), der 1960 die ursprünglich um 1590 entstandene Shakespeare-Komödie vertonte. Darin stiftet der Waldgeist Puck in einer lauen Sommernacht allerlei Verwirrung unter Liebespaaren, Handwerkern und Elfengestalten, die sich am Vorabend einer großen Hochzeit in einem nahen Wald befinden. Der Feenkönig Oberon überzeugte in seiner Rolle. Er wurde von einem erfahrenen Countertenor gesungen: Kai Wessel, als einziger Mitwirkender selbst Professor, sang die extrem hohen Partien mühelos mit zauberhaftem Ton und wirkte wie ein Elbenkönig aus dem Kinofilm der Hobbit-Triologie.

Die Studentinnen und Studenten, die ja noch keine Profis sind, entfalteten dabei ihre kraftvollen Stimmen, deren Präsenz dem gut besetzten Orchester standhielt. Das Bühnenbild war schlicht, passte aber zur Aufführung, deren Stimmung durch Lichteffekte verstärkt wurde – so erstrahlte die Blume, mit der Puck die Paare im Wald verzaubert, jeweils in leuchtenden Farben. Erfrischend auch die Bandbreite an Kostümen: golden und prächtig das Athener Herrscherpaar, locker und Rockabilly-ähnlich die Liebespaare in Turnschuhen und 50er-Jahre-Outfits und historisch-traditionell die Kleidung der Handwerker mit Westen und Lederhosen.
Die „drei Welten“ der Handlung waren auch in der Musik wiedererkennbar, zum Beispiel durch Glocken und Harfe als Begleitung der Elfen. Die Liebespaare wurden von den Streichern und Holzbläsern umgesetzt, während die sechs Handwerker von Blechbläsern musikalisch gestaltet wurden. Deren witzige Darbietung eines überdrehten Theaterstücks im dritten Akt war für die meisten unter uns ein Glanzpunkt der Aufführung. Und einen besonderen Moment gab es, als zwei Hörner völlig überraschend als Echo des Bühnengeschehens mitten aus dem Publikum heraus spielten.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Waasem und Frau Giesen, die uns diesen Opernbesuch ermöglicht haben.
Nele Wiethege, EF
Musik.Exkurs.2016