Referenzpunkt Ruhrgebiet: Exkursion der Erdkunde-Kurse

Am 7. Februar 2019 erkundeten die beiden Erdkundekurse der Q1 zusam- men mit den Fachlehrern Frau Kühlwetter und Herrn Goertz auf einer Exkursion in das Ruhrgebiet den Strukturwandel in der Region, nachdem das Thema bereits theoretisch im Unterricht behandelt worden war. Geführt vom Regionalverband Ruhr besuchten wir wichtige Stationen und bekamen Zusatz- informationen geboten. Erstes Ziel war der Krupp-Gürtel in Essen. Dort befand sich vor noch 60 Jahren ein großes Stahlwerk der Firma Krupp. Mit dem Rückgang der Montanindustrie wurde das Werk verkleinert, bevor der Standort mit der Kohle- und Stahlkrise endgültig den Betrieb einstellte. Erst 2010 beginnt ThyssenKrupp mit dem Umbau der alten Industrieanlagen und schafft einen modernen Campus. Das Gelände und das Image

des Konzerns wurden wieder aufgewertet. Im benachbarten Bottrop besuchten wir anschließend die Halde Beckstraße mit dem Tetraeder des Architekten Wolfgang Christ. Dieses Kunstwerk bietet mit 50 Metern Höhe einen guten Ausblick über das Ruhrgebiet. Beim Besteigen des Tetraeders erlebten wir selber, was es bedeutet, hoch auf einer wackeligen Stahlkonstruktion im Wind zu stehen. Der Künstler deutet damit in umgekehrter Weise an, wie sich ein Bergmann in einem engen Stollen untertage fühlen mag. Pünktlich zur Mittagspause erreichten wir nach einem kleinen Fußmarsch über die Emscher und den Rhein-Herne-Kanal das Centro in Oberhausen. Neben den zahlreichen Einzelhandels-geschäften gab es dort für uns auch eine kleine Stärkung. Nachdem sich alle wieder versammelt hatten, ging es weiter in Richtung Duisburg. Dort besichtigten wir den im Norden gelegenen Landschaftspark, dessen Gelände ursprünglich zur Erzeugung von Roheisen genutzt wurde. Die dazu benötigten Hochöfen wurden nach der Schließung jedoch nicht abgerissen. So konnten wir durch die alten Konstruktionen wandern und das Flair der Schwerindustrie auf uns wirken lassen. Als Höhepunkt durften wir abschließend auf dem Hochofen 5 eine weitere tolle Aussicht genießen. Wir haben den Strukturwandel am eigenen Leibe nachempfunden und nun ein Bild vor Augen, wenn im Unterricht wieder einmal die Rede vom Ruhrgebiet ist. Ein Besuch hier: unbedingt empfehlenswert!
P. Hahn, M. Grzesik, T. Schorn und H. Wiethege