Plastik-Piraten: Ein Projekt

Plastik – ein Wort, das einem momentan überall begegnet. Im Supermarkt, in den Meeren, ja sogar im Kompost soll es sein. Doch wie viel (Mikro-)Plastik ist eigentlich bei uns in den Flüssen? Mit dieser Frage haben wir, der Bio-Chemie Kurs der Stufe 8 bei Herrn Stett, uns beschäf- tigt. Das Projekt Plastik-Piraten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung begleitete uns bei der Untersuchung der Ahr in der Nähe der Mündung bei Sinzig. Es ging darum, herauszufinden, wie hoch die Müllbelastung am Fluss ist und aus welchen Materialien sich der Müll zusammensetzt. Dazu wurde der Kurs in insgesamt vier Gruppen aufgeteilt, die verschiedene Aufgaben zu bewältigen hatten.

Hier eine kurze Vorstellung der Gruppen und ihrer Arbeit: Die Gruppe A untersuchte, wie viel Müll am Flussufer vorhanden ist. Dafür musste die Gruppe in vorher abgesteckten Kreise mit einer festen Größe den Müll sammeln. Es wurde nicht sehr viel Müll gefunden, größtenteils Zigaretten und Zigarettenpackungen. Die Ergebnisse wurden in einer Tabelle geordnet festgehalten. Gruppe B war unsere Sortierstation. Hier wurde der Müll, der von Gruppe A und auch von einem Teil aus Gruppe B gesammelt wurde, in die Kategorien Plastik, Plastiktüten, Plastikverpackungen, Glas, Papier, Zigarettenstummel, anderer Müll, Metall und Bierdeckel einsortiert. Der Müll ist auf einer Strecke von 100 Metern entlang des Flussufers gesammelt worden. Dabei hatte die Gruppe Schwierigkeiten, überhaupt erst einmal Müll zu finden. Zusätzlich hat die Gruppe gezählt, wie viele Teile jeweils in den einzelnen Kategorien gefunden wurden. Außerdem wurde der Anteil an Einwegplastik in Prozent ermittelt, wobei die Gruppe auf das Ergebnis von 18% gekommen ist. Gruppe C hat sich mit treibendem Müll beschäftigt. Die Aufgabe der Gruppenmitglieder war es sowohl die Menge des Mikroplastiks als auch die Menge und Beschaffenheit von größeren treibenden Müllstücken zu bestimmen. Zum Auffangen von treibenden Mikroplastik wurde ein feines Netz für 60 Minuten ausgeworfen während vorbei treibender Müll von Hand gezählt wurde. Weitere Aufgaben der Gruppe waren es die Fließgeschwindigkeit und die Breite des Flusses zu bestimmen. Nach einer Stunde Arbeit wurde kein Müll im Wasser gefunden und auch im Netz hatte sich kein Mikroplastik festgesetzt. Obwohl ein sauberer Fluss natürlich ein schönes Ergebnis ist, war es für die Gruppe doch etwas enttäuschend. Gruppe D dokumentierte das Projekt, indem sie Fotos bei der verschiedenen Gruppen bei der Arbeit machten und mit einzelnen Gruppenmitgliedern Interviews führte. Zudem verfasste sie diesen Bericht.
Aus diesem Projekt konnten wir einige Dinge mitnehmen, zum Beispiel, wie wichtig eine gute Absprache und Zusammenarbeit in der Gruppenarbeit ist, was wissenschaftliches Arbeiten in der Praxis bedeutet, oder wie viel Müll durch uns Menschen an den Fluss gelangt. Außerdem ist unsere Aufmerksamkeit für das Problem gewachsen. Wir wünschen uns für die Zukunft, dass die Menschen der Natur mit mehr Respekt begegnen und dass das Müllproblem ein Ende findet.
Biochemie-Differenzierungskurs bei Herrn Stett, Stufe 8

Veröffentlicht am 8. Juli 2019 von Juh unter der Kategorie Allgemein.