
Die Generation Alpha… jede*r meint, sie zu kennen und zu wissen, dass es um sie nicht zum Besten steht. Wie Judith Nikula im Feuilleton des Generalanzeigers ausführt: „Unablässig wird über diese Generation gesprochen und geurteilt. Verloren sei sie, faul, abhängig von Social Media, und überhaupt, sie arbeite ja viel zu wenig. Früher war alles besser, die Jugend von heute sei nicht zu retten. So lauten die immer gleichen Beschwörungen.“
Doch lohnt ein genauer Blick in die Gedankenwelt dieser Generation, exemplarisch möglich im Theater Marabu. Judith Nikula im GA: „Umso besser, dass es in Bonn nun erneut ein Theaterstück zu sehen gibt, das nicht von außen bewertet, sondern die Generation Alpha mit ihrer eigenen Stimme sprechen lässt.“ [ga.de vom 08.02.2026]
Die Rede ist vom Theaterstück Stolpern, entwickelt unter der künstlerischen Leitung von Judith Niggehoff und Vivien Musweiler vom Teen Ensemble Marabu. Es bringt die Gedanken, Sorgen, Hoffnungen und klugen Reflexionen der am Ensemble beteiligten Jugendlichen auf die Bühne, die sich über Wochen mit der Frage nach Schuld und Verantwortung mit Blick von der Geschichte über die Gegenwart in die Zukunft beschäftigt haben.
Die Praktische Philosophie-Kurse unseres 7. Jahrgangs (Leitung ZER & POK) brachten genau diese Fragen aus dem Unterricht mit ins Theater. Sieben begleitende Schülerinnen der EF, die im November 2025 im Rahmen des Polenaustauschs die Gedenkstätte in Auschwitz besucht hatten, brachten wiederum ihre ganz eigenen Eindrücke mit und fanden viele ihrer eigenen Fragen eindringlich, authentisch und mit Verve auf die Bühne gebracht und in überraschenden Zusammenhängen und Perspektiven neu gestellt.
Der Theaterbesuch, der mit einem ausführlichen Gespräch zwischen künstlerischer Leitung, Ensemble und Publikum endete, war für uns ein Stolperstein und ein weiterer kleiner Baustein für den beständigen Ausbau unserer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.
Weitere Aufführungen von Stolpern wird es im September und November geben.
K. Potschka für die Fachschaft Philosophie
Foto: Klaus Rosen