
Die Oper „Hänsel und Gretel“ des in Siegburg geborenen Komponisten Engelbert Humperdinck ist Lehrplanthema der Klasse 6 des Musikunterrichts. Zwei arme und arbeitende Kinder werden ausgesetzt, damit Vater und (Stief-)Mutter überleben können. Aus der thematischen Beschäftigung mit Armut und dem Umgang mit existentiellen Nöten erwuchs die Idee, sich die Familienoper „Die Reise zum Planet 9“ in der Oper in Bonn anzuschauen.
Mit fluoreszierenden Kostümen, effektvollen Requisiten und wirkungsvoller Schlichtheit des Bühnenbildes fesselt das Ensemble die Opernbesucher und schafft damit aussagekräftige Statements. So heißt der Ausgangsland „Abholzhausen“, der ansteckende Virus „Amoritis“ und der sprachtalentierte Papagei des Planet 9 „Oropax“.
Am Ende geht es wieder um die eigene Heimat und das eigene Verhalten, das alle Probleme erst hervorgerufen hat und damit die eigene Verantwortung, diese zu lösen. Das alles geht mit einem friedlichen und respektvollen Miteinander – so eine mögliche Quintessenz.
Ganz passend zur anstehenden Projektwoche und den Zielen für nachhaltige Entwicklung handelt es sich um „eine Familienoper, die sich mit den wichtigen Themen unserer Zeit auseinandersetzt: die Hürden im Kontakt und der Kommunikation mit fremden Kulturen, der rücksichtslose Umgang des Menschen mit seiner Umwelt sowie die Notwendigkeit, eigene Wünsche hintenanzustellen, um stattdessen für- und miteinander zu handeln.“ (https://www.theater-bonn.de/de/programm/die-reise-zu-planet-9/228751, Stand: 30.06.2026)Sowohl „Hänsel und Gretel“ als auch „Die Reise zum Planet 9“ gehen gut aus. Und das wünschen wir uns selbstredend auch für die aktuellen Krisen und Probleme. In der Region, in Deutschland, in der Welt. Die Klasse 6c mit ihren Klassenlehrern Herrn Behr und Herrn Trimpler können die Oper nur wärmstens empfehlen.
K. Trimpler und A. Behr für die Klasse 6c