Fördern, Fordern, Forschen: Begabungsförderung in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn

FFF.Runde(1)
7. Juni, 2013: Die Runde, die sich im Büro von Herrn Trimpop eingefunden hat, wirkt jung und man errät nicht auf Anhieb, dass sie das Ergebnis einer mittlerweile langen Tradition am Konrad-Adenauer-Gymnasium ist. Versammelt sind hier vier Schüler und eine Schülerin des Konrad-Adenauer-Gymnasiums, die zur Zeit am Programm Fördern, Fordern Forschen (FFF) der Uni Bonn teilnehmen. Und dies bedeutet konkret: Teilnahme an Vorlesungen, Übungen und Seminaren in insgesamt fünf Fächern. So berichtet Nora Küpper (Q1), die neben ihrem Schülerinnen-Dasein an unserer Schule im zweiten Semester Orient- und Asienwissenschaften studiert, voller Vorfreude, dass ihr die Uni Bonn im Rahmen des FFF-Projektes in diesen Sommerferien einen vierwöchigen Sprachkurs in Peking bezuschussen wird. Auch Rasmus König (EF) winkt ein zweiwöchiger Ferienkurs in Saint Julian’s auf Malta, wo er in mediterraner Umgebung Fachenglisch für sein Physikstudium im Rahmen des FFF pauken wird. Man erfährt diese Neuigkeiten eher beiläufig, denn das ganz normale Studieren macht den Schülern, die hier zum gegenseitigen Austausch zusammengekommen sind, eine Menge Spaß. So berichtet Jonas Sommer aus der EF von seinem Modul zu physikalischer Chemie, das sich durch die Kombination von Vorlesungen und Übungen auszeichnet und Christian Schneider (Q1) bescheibt auf Nachfrage von Herrn Trimpop, dass man als ganz normaler Mitstudent behandelt wird, und er leicht Kontakte zu andern Studenten knüpfen kann. Christian hört zwei Stunden pro Woche Vorlesungen über physikalische Wärmelehre und Elektromagnetismus. Mit Kai Krieger aus der neunten Klasse geht das Gespräch weg von den kleinsten Teilchen hin zu fernsten Himmelskörpern, denn dienstags nach der Schule hört Kai im Rahmen seines Astronomiestudiums Einführungsvorlesungen über Galaxien, ausgewählte Planeten und die Geschichte der Astronomie, bevor es dann im nächsten Semester an die Lösung konkreter Aufgaben gehen wird. Außer dem Spaß an fachlichen Inhalten und dem ‘Doppelleben’ als Schüler und Student spielt auch die Möglichkeit, ein später geplantes Studium zu verkürzen, eine Rolle für die Teilnehmer des FFF-Programms. “Mit Hilfe des abschließenden Zertifikats können die betreffenden Schüler ihren Bachelor in der Regel in vier statt sechs Semestern absolvieren”, beschreibt Frau Dr. Hulke, die als Kontaktlehrerin des Programms am Konrad-Adenauer-Gymnasium die Teilnehmer betreut, ihre Erfahrung mit bisherigen FFF-Schülern. Das Gespräch zwischen ihr, der Schulleitung und den Schülern dient allerdings auch der Nachfrage von Herrn Trimpop, welche Wünsche Christian, Jonas, Kai, Nora und Rasmus an ihre Schule haben. Hier wird zum Beispiel die Wichtigkeit der schulischen Vorbereitung auf das Verfassen von speziell naturwissenschaftlichen Hausarbeiten deutlich. Auch das der Kooperation von Uni und Schule zu Grunde liegende Prinzip ‘Schule geht vor’ kommt hier zur Sprache und dennoch wird besprochen, inwiefern die Fachlehrer an unserer Schule die Teilnehmer am FFF-Programm konkret unterstützen können. “Was ihr hier in der Schule und an der Uni leistet, macht uns Lehrer dankbar und stolz”, meint Herr Trimpop abschließend im Hinblick auf das FFF-Programm als Gelenkstelle zwischen Schule und Studium. “Ich bekomme immer Rückmeldungen von ehemaligen Schülern, die berichten, wie wichtig die Zusammenarbeit des Konrad-Adenauer-Gymnasiums mit der Uni Bonn für sie persönlich war.”
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