








Witz, Tempo und ein Sprechen wie im echten Leben waren Garanten für zwei unterhaltsame Theaterabende, die der Literaturkurs in der Q1 von Herrn Biewald am 22. und am 28. Juni auf die Aulabühne brachte. Der an sich schon unterhaltsame Dramentext von Christine Steinwasser als Textbasis mit seiner Grundidee einer Amateur-Theatertruppe, die ein Märchen aufführen will, wurde im Laufe der Arbeit durch eine weitere Ebene erweitert: So erhielt das kurzweilige Stück geradezu vertrackte Tiefe und bot den Zuschauern auf hintersinnige Weise Einblicke in ideologische Sichtweisen, die klammheimlich durch Theaterstücke transportiert werden. Die achtköpfige Theatertruppe hatte sich dazu entschlossen, parallel zum Faustprojekt des restlichen Kurses, beraten von Herrn Biewald, aber weitgehend eigenständig, eine Komödie zu erarbeiten. Dabei garnierte Dominic Funken in der Rolle des bajuwarischen facility managers das Ganze mit einer Extraportion Komik. Das Ergebnis war eine zwerchfellerschütternde wie aufklärerische tour de force für die Zuschauer. Chapeau!
J. Juhre

Willkommen beim Abend der kulturellen Vielfalt
Der dritte internationale Abend am Konrad-Adenauer-Gymnasium stand in diesem Jahr, initiiert von Frau Haupts, unter dem Motto bewusst gelebter und gewollter Vielfalt an unserer Schule. Deutlich wurde dies bereits im Rahmen der Begrüßung in rund zehn verschiedenen Sprachen zu Beginn des Festabends. Immer wieder gestärkt durch das Buffet, das Frau Ivaschenkos Praktische-Philiosophie-Klasse aufgefahren hatte, und eingestimmt durch zwei auf Internationalität angelegte Kunstausstellungen vor der Aula konnten sich unsere Gäste über zwei Stunden unterhalten und inspirieren lassen. Geboten wurde die Selbstvorstellung unserer Internationalen Vorbereitungsklasse, Jump-style-Tanz, ein Ideengewitter in Form einer Modenschau, zwei selbst geschriebene und inszenierte fairy-tales mit sprechendem Fisch, mürrischem Troll und fliegendem Teppich. Hinzu kamen neben wunderbarer französischer Situationskomik ein englischer Sketch mit einem abwesenden Elefanten in der Hauptrolle, die Lesung eines afghanischen Märchens und Beiträge des Unterstufenchors im Gefolge von Frau Giesen, der mit dem Lied Stammbaum der Bläck Föoss den Gedanken von Gemeinschaft und Integration wunderbar rheinisch verdeutlicht.
Danke an alle für diese Liebeserklärung an die Vielfalt an unserer Schule und ihre Offenheit unter dem Schirm gemeinsam gelebter Werte!
J. Juhre
Literaturgrundkurs des Konrad-Adenauer-Gymnasiums mit einem modernen Tribut an den Autor des Urfaust
Der Titel der Inszenierung ist bereits wegweisend: Mit Gretchen nimmt Herr Biewalds Literaturkurs in der Q1 Goethes Frauenfigur und ihre persönliche Tragödie in den Blick. Die Art, in der dies geschieht, ist an Ausdruckskraft von geradezu expressionistischer Intensität. Erreicht wird dies durch kraftvolle Bilder, leuchtende Farben, mitreißendes Bewegungstheater mit Tanz und emblematischen Gesten, was aber immer im Dienst eines präzisen und geradezu zärtlichen Blickes auf die blutjunge Geliebte Fausts steht. Dieser opfert seine Liebe und bleibt in seiner vorwurfsvollen Haltung Gretchen gegenüber die moderne Variante des unreifen Mannes. Der Zuschauer der heutigen Zeit fühlt sich dabei nicht nur angesprochen, sondern geradezu ertappt, wenn Gretchen in seiner ganzen frommen Verzweiflung („Ach neige, du Schmerzensreiche“) von einem ignoranten sozialen Netzwerk umfangen bleibt, welches der modernen Bespaßungsindustrie frönt, über Smartphone-Oberflächen wischt und Eis isst, während die menschliche Tragödie in direkter Nachbarschaft ihren Lauf nimmt.
Kunst im Schulgebäude: eine wohltuende Provokation!

Unser hier abgebildetes Kunstwerk „125″ ist eine Raum-Installation zu der Reihe Die plastische Form im Raum im Kunstunterricht bei Frau Wagner und Frau Rixius gewesen. Wir hatten die Aufgabe, eine selbst gewählte Stelle in der Schule so zu verändern, dass diese die Wirkung des Raumes und das Verhalten der Betrachter verändern würde. Ursprünglich wollten Annalena, Jaqueline, Ceire und ich nur die Ecke am Physikraum mit Alufolie bedecken, bis uns dies doch ein wenig langweilig wurde. Daraufhin überlegten wir, die Alufolie zu zerknicken, die sich nach und nach im Raum verteilte und eine Hand als Ursprung zu erstellen, aus der dann schlussendlich Schmetterlinge auffliegen und sich im Raum verteilen sollten. Die meisten Betrachter fühlten sich wie in einer anderen Welt. Übrigens – den Namen „125“ haben wir unserer Installation gegeben, weil wir 125 Meter Alufolie verwendet haben.
Leonie Riedewald, EF
Anfang des Jahres setzten sich die Schülerinnen und Schüler der EF-Kunstkurse im Rahmen des Unterrichtsvorhabens „Die plastische Form im Raum“ mit Rauminstallationen auseinander. Erste erlebbare Erfahrungen mit derartigen Installationen machten die Kurse auf einer Exkursion in das Ständehaus „K21“ nach Düsseldorf. Mit großer Begeisterung erklommen die Schülerinnen und Schüler mutig die, in mehr als 25 Metern Höhe über der Piazza des K21 schwebende, Rauminstallation „in orbit“ des Künstlers Tomás Saraceno. „So ein Museum haben wir noch nie gesehen“, war der begeisterte O-Ton vieler Schülerinnen und Schüler an diesem Tag.