Mit Käpt’n Book an nur einem Vormittag 14000 Meilen über das Meer


Am 21. November 2019 herrschte zu Beginn der dritten Stunde erwartungsfrohes Gewusel in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Gleich sollte die angekündigte und von der 7c organisierte Autorenlesung mit Agata Loth-Ignaciuk und Bartlomiej Ignaciuk beginnen. Sie würden den Schülern der Klassenstufen 7 und 8 ihr neustes Buch 14.000 Meilen über das Meer vorstellen. In dem kreativ geschriebenen und von tollen Illustrationen übersäten Buch geht es um Aleksander Doba, der es im Alter von 65 Jahren geschafft hat, dreimal den Atlantik mit seinem speziell dafür gebautem Kajak und seiner schieren Muskelkraft zu überqueren. Schülerinnen aus der 7c, die an diesem Tag als Moderatorinnen auftraten, wurden auf die Bühne gebeten und eröffneten feierlich den Käpt’n-Book-Tag. Dann stellten sich Agata und Bartlomiej vor und Agata sagte in fast perfektem Deutsch: „Das hier ist unser erster Besuch bei Käpt’n Book, aber wir freuen uns sehr, dass wir dabei sein dürfen.“ Dann fing das Autoren-Ehepaar an, über ihr Buch und vor allem Aleksander Doba zu erzählen. Claudia Fuchs begleitete das Ganze mit dem Vorlesen kleiner Textstellen aus dem Buch. Bartlomiej projizierte Fotos und Bilder an eine große Leinwand und erzählte dabei auf Polnisch, während ihre Übersetzerin alles ins Deutsche umsetzte. Als kleine Bastelaktion bat er ein paar Mädchen auf die Bühne, um Aleksander Dobas Kajak aus Pappkarton nachzubauen. So konnten auch die Schüler an der Vorlesung teilhaben und das fanden sie gut, wie viele Siebt- und Achtklässler und -klässlerinnen nach der Lesung in einem Interview erklärten.

Als die Lesung schließlich zu Ende war, applaudierten alle Schüler und das Moderatoren-Trio bestieg wieder die Bühne. „So, auf euch warten jetzt als kleine Erfrischung Fruchtsäfte, die ihr beim Hinausgehen einfach mitnehmen könnt“, gaben die Mädchen bekannt. Auf der Bühne konnte jeder Schüler nach Lust und Laune ihre Bücher oder Zettel von dem Autorenteam unterschreiben lassen und Bartlomiej kratzte mit einem Messer noch kleine Bilder auf schwarzes Papier, das die Schüler mitnehmen konnten. Die meisten Kinder fanden die Lesung toll und würden so etwas gerne wiederholen. Vielen Dank an Frau Kühlwetter, die Organisatoren des Lesefestes Käpt’n Book, Robert Müller-Uri für die Fotos und Frau Bernhardt vom SLZ-Team unserer Schule!
Eva-Maria Kübler und Nathalie Bruns, 7c

 

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Tierisch gut: Margit Auer liest aus der Schule der magischen Tiere am Adenauer-Gymnasium


Am 12. November 2019 las Margit Auer anlässlich des Lesefestes Käpt’n Book an unserer Schule ihre Bücher der Reihe Die Schule der magischen Tiere vor. Das Schreiben fing sie an wegen ihrer drei Söhne. Als Erstes schrieb sie die Verschwörung am Limes. Sie fing an, immer mehr Bücher zu schreiben, bis 2013 das erste Buch der Reihe Die Schule der magischen Tiere erschien! Unsere Lesung besuchten ungefähr 240 Menschen. Frau Kühlwetter (Lehrerin der Klasse 6a) fördert an unserer Schule das Lesen. Zusammen mit Frau Bernhardt vom Selbstlernzentrum hat sie die Lesung organisiert. Herr Marx (von Bücher Bosch) hat den Bücherstand organisiert. Langsam kamen immer mehr Menschen, und die Aula füllte sich. Dann ging es endlich los! Die Moderatorinnen Zaina, Jana und Jamie aus der 6a hießen alle Zuhörer herzlich willkommen und dann kam natürlich Margit Auer auf die Bühne. Sie fand es super, dass alles so organisiert war. Danach erzählte sie, wo sie am liebsten ihre Bücher schreibt. In Bibliotheken! „Dort ist es ruhig. Niemand kann mich dann ablenken“, sagt sie. Sie berichtete, dass ihre Bücher schon in 20 Sprachen übersetzt worden sind! Mit Nina Dulleck, der Illustratorin der Bücherreihe, und vielen Kindern fuhr sie zum fünften Jubiläum mit einem Bus herum, der genauso aussieht wie der Omnibus in der Schule der magischen Tiere. Organisiert hat das der Carlsen-Verlag als Überraschung. Als Margit Auer uns viel Interessantes erzählt hatte, fing sie an, aus dem zweiten Band, Volle Löcher! vorzulesen. Nach der Textstelle sprachen wir zusammen den Schwur: Niemals, niemals sprechen wir mit anderen über das magische Tier. Die magische Zoohandlung ist streng geheim, so soll es für immer und ewig sein.. Danach verriet uns Margit Auer etwas Aufregendes: Am 26.November kommt die Verfilmung des ersten Bandes der Schule der magischen Tiere raus! Die Dreharbeiten begannen im September 2019 auf Schloss Grafenegg in Niederösterreich. Weitere Drehorte sind München und Köln. In der nächsten Textstelle ging es darum, dass die guten Freunde Benni und Henrietta zusammen trainieren, und wie Henrietta Benni alles richtig vormacht. Genauso zeigte Margit Auer uns, wie man diesen Workout macht! Alle in der Aula machten Kniebeugen und liefen auf der Stelle. Nach dieser Turnstunde las sie aus ihrem Sonderband Eingeschneit vor, der in nur zwei Wochen sechzig- tausend mal gekauft worden ist! Nun kamen wieder die Moderatorinnen auf die Bühne und interviewten die Autorin, bevor auch das Publikum Fragen stellen durfte. Als die Lesung zu Ende ging, überreichten die Klassensprecherinnen Alisha und Bettina, die auch unsere Mikrophon-Läuferinnen waren, Frau Auer eine riesige Merci-Packung mit allen Unterschriften der Kinder aus der Klasse 6a. Unser Schuleiter Herr Trimpop gab ihr noch einen großen und schönen Blumenstrauß. Wir bedanken uns nochmal bei Margit Auer, dass wir diese Lesung miterleben durften. Wir bedanken uns auch bei Herrn Trimpop, Frau Kühlwetter, Frau Bernhardt, Herrn Marx, dem Technik-Team, den Moderatorinnen und den Fotografen. Das war ein besonderer Tag!
Hanna Gharsalli und Loreena Torres Baak (6a), Bilddokumentation: Robert Müller-Uri (Q1)

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Knisternde Spannung

Wer sind wir wirklich, wenn es drauf ankommt? Und wie verändern wir uns in Extremsituationen? Diesen Fragen ging Lea-Lina Oppermann in den zwei Jahren nach, während sie an ihrem 2017 veröffentlichten Roman Was wir dachten, was wir taten schrieb. Aus diesem Roman liest Lea-Lina Oppermann am 12. September derartig packend und eindringlich vor, dass die rund 150 Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen in der Aula des Adenauer-Gymnasiums wie gebannt dieser überaus stimmbegabten Autorin folgen, als sie an einem Ort, an dem unsere Oberstufenschüler ihre Mathematik-Klausuren schreiben, von einer Klausur von dreizehn Schülerinnen und Schülern und ihrem Mathematiklehrer erzählt, während der sich ein Schul-Amoklauf abspielt. Erzählt wird dies im Roman im Wechsel aus drei sehr verschiedenen Perspektiven: Schülerin – Schüler – Lehrer. Das Ergebnis ist ein sich schnell auf die Zuhörerschaft übertragendes Gefühl von angespannter Lähmung und schierer Angst, noch bevor die eigentliche Handlung vollends Fahrt aufnimmt.

Nachdem Lea-Lina innerhalb einer halben Stunde Lesung zielsicher eine glühende Weiterlese-Sucht geschürt hatte, beantwortete sie Fragen ihrer versierten Interviewpartner Jana und Luka aus der 9a, die ihr zum Beispiel entlocken konnten, dass Was wir dachten, was wir taten weniger auf eine zu ziehende Lehre abzielt als auf den Ausdruck eigenen Erschüttert-Seins. Außerdem erfuhren wir so, dass Lea-Lina Oppermann sich nicht nur literarisch weiterentwickelt, sondern sich bei ihrer Ausbildung im Dreieck aus Musik, Schauspiel und Sprechkunst bewegt. Man darf also gespannt sein, was man von ihr noch zu hören, zu lesen und zu sehen bekommt! unser Dankeschön gilt auch Frau Bernhardt vom SLZ-Team und Frau Kohl und Frau Müller für die Idee und die Organisation dieser Lesung.
J. Juhre

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Judith Hermann zu Gast am Konrad-Adenauer-Gymnasium

Am 13. Juni besuchte Judith Hermann das Konrad-Adenauer-Gymnasium und hielt in unserer Aula eine Lesung. Sie las aus ihrem Erzählband Sommerhaus später ihre gleichnamige Kurzgeschichte. Diese Erzählung gehört dieses Jahr neben Klassikern wie Goethes Faust und Kleists Marquise von O… zur Pflichtlektüre für das kommende Abitur. Die Erzählung handelt von der Bekanntschaft der Erzählerin mit einem mysteriösen Taxifahrer. Deren Entwicklung verfolgt der Leser mit. Dabei erfährt man einiges über die Beziehung der Protagonisten zueinander und ihr Umfeld, ihre Sicht aufs Leben, auf die Welt und sich allmählich anbahnenden Konflikte. Dennoch blieben nach dem Lesen noch viele Fragen offen, die wir im Deutschkurs bereits vorher gesammelt hatten. Und nun hofften wir auf Antworten der Autorin. Zur Lesung waren die Q1 des Konrad-Adenauer-Gymnasiums und des Amos-Comenius-Gymnasiums eingeladen. Nach einer musikalischen Einleitung von Hannah Stähle und Alexia Lechner (9. Klasse), am Piano begleitet von Herrn Waasem, durften wir Judith Hermann auf die Bühne bitten. Es war spannend, die uns wohlbekannte Geschichte im Duktus der Autorin zu hören und die Erzählung so auf eine Weise zu erfahren, wie es durch das bloße Lesen unmöglich ist. Susana Glaza und Lennart Eberwein aus dem Deutschkurs von Frau Schestag hatten im Anschluss die Möglichkeit, unsere Fragen direkt an die Autorin zu richten. Zunächst ging es um das Schreiben und das Leben als Autorin im Allgemeinen: Wie sie zum Schreiben gekommen ist, ob man als Schriftsteller von der eigenen Arbeit leben kann, was die beste Umgebung zum Schreiben ist. Schnell ging es dann aber um die konkrete Inspiration für die Erzählung. Viele der verwendeten Motive spiegeln Stimmungen und Sehnsüchte wider, die die Autorin empfindet. Doch die einzelnen Charaktere, so wurde im Verlauf der Veranstaltung deutlich, basieren auf konkreten Personen aus dem Leben der Autorin. Einige Antworten der Autorin überraschten uns. Beim Lesen und der Analyse der Erzählung im Unterricht hatten wir nach Wegen gesucht, die Geschehnisse zu deuten und wollten natürlich gerne wissen, ob unsere Denkweise mit der von Judith Hermann übereinstimmt. Doch bei der Konfrontation der Autorin mit unseren Interpretationsansätzen stellte sich heraus,

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