Klasse: Wir gehen auf Sendung…

Anlässlich des Besuchs der Klasse 8a in der Redaktion des General-Anzeigers am 4. Juli durfte die Besuchergruppe in Begleitung von Frau Müller und Frau Manemann auch noch einen Blick in das Studio von Radio Bonn/Rhein Sieg werfen. Ein Tag des geschriebenen und des gesprochenen Wortes voller Information und Spannung!

Deutschgrundkurse als Publikum der großartigen Woyzeck-Inszenierung in der Schauspielschule Siegburg

Als wir – die Deutsch-Grundkurse von Frau Hölzle und Frau Kühlwetter – am Freitag, 24. März , direkt nach der Englischklausur, in den Bus stiegen, drehte sich noch so manches Gespräch um den Brexit. Los ging es dann zur Studiobühne Siegburg. Auf dem Programm stand ein echter Klassiker der deutschen Literatur: Georg Büchners Drama Woyzeck. Das Besondere an diesem Stück ist, dass der Verfasser noch vor der Vollendung verstarb und es deswegen aus “Fragmenten”, die Büchner geschrieben hatte, zusammengepuzzelt worden ist.
Kurz zur Handlung: Der Protagonist Woyzeck ist arm und hat ein uneheliches Kind mit seiner Geliebten Marie. Woyzeck gibt sich große Mühe, seine Familie zu versorgen, doch Marie wagt einen Seitensprung mit dem Tambourmajor, der alles verkörpert, was Woyzeck nicht hat: Reichtum, hohes Ansehen, gutes Aussehen und Stärke. Aufgrund seiner niedrigen Stellung in der Gesellschaft wird Woyzeck diskriminiert und misshandelt, psychisch und physisch Stück für Stück zerstört. Als er dann noch von Maries Untreue erfährt, fasst er einen Entschluss: Er bringt seine ehemalige Geliebte um.

Da die Reihenfolge, in der die Szenen heute stehen, von Büchners Vertrauten und Fachleuten festgelegt wurde, könnte es sein, dass Georg Büchner das Stück ganz anders geplant hatte. Dieses Problem löst die Regisseurin Sarah Kortmann sehr geschickt: Zu Beginn wird der Mord an Marie gespielt und die folgenden Szenen erklären in einer Rückblende, wie es zu dem Mord kam. Die Reihenfolge der Szenen wird zufällig ausgesucht: Vor Beginn des Stückes erhalten zwölf Zuschauer jeweils zwei Umschläge: Einen mit einer Nummer und einen, der den Namen einer Szene enthält. Nach dem Ende jeder Szene wird die nächste Zahl eingeblendet und der entsprechende Zuschauer ruft den Namen “seiner” Szene. So entsteht bei jeder Aufführung eine andere Reihenfolge der Szenen. Eine unkonventionelle Idee, die auch die Aufmerksamkeit der Zuschauer fördert.

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