Erste Hilfe-Kurs in Zeiten von Corona

Ein Härtetest für die Kolleginnen und Kollegen: 36° C und Maskenpflicht, einzig die Beatmungspuppe durfte ohne Maske in den Raum herein. Am elften August gab es erneut eine interne Ausbildung in Erster Hilfe. Verbände anlegen, Maßnahmen bei verschiedenen Verletzungen und Erkrankungen, stabile Seitenlage und natürlich die Durchführung der Herz-Lungen-Massage wurden thematisiert und in vielen Praxiseinheiten eingeübt.

Wir hoffen alle, dass wir möglichst wenig Gebrauch vom Gelernten und Geübten machen müssen, aber nach jedem Kurs steht die Erkenntnis: Es war wirklich gut, die Abläufe noch einmal gehört und zur Routine werden zu lassen! Danke, es war wieder ein schöner Kurs mit Euch!
E. Ring, Schulsanitätsdienst, Sicherheitsbeauftragte

Verfremdete Welt – überraschende Rekombination: hellseherische Kunst!

Es könnte alles wie immer sein: Du wachst morgens auf aus der unbewussten Welt deiner Träume. Du brauchst eine Weile, während du wieder allmählich in die gewohnte Realität zurückfindest, bis du schließlich wieder im Sattel deiner Persönlichkeit sitzt (wie ein berühmter Schriftsteller es mal ausdrückte). Doch in diesen Wochen wachst du auf und die Welt, wie du sie kanntest, ist unerreichbar für dich. Alles scheint zunächst wie immer, doch: Tatsächlich ist kaum etwas, wie es vorher war: Du bist umgeben von Freunden und Bekannten, doch alle tragen Maske und halten Abstand. Es ist Schule – wie immer – erhofftes Wiedersehen wie nach ‚Sommerferien satt‘ und doch ist alles merkwürdig gedämpft. Corona taucht alles Gewohnte in ein neues Licht. Und dieses hebt Wesen und Wert ehemaliger Selbstverständlichkeiten mit scharfen Konturen hervor: Der Wert der Gesundheit, das unbeschwerte Beisammensein, die Möglichkeit zu lernen und zu arbeiten, die Freiheit zu reisen und zu feiern, das Teilhaben an der Kunst, der Musik und dem Sport, gemeinsames Erleben von Naturräumen.
Die hier vorgestellten Werke von Schülerinnen und Schülern des Differenzierungskurses Kunst/Design in Stufe 9 bei Frau Grams wirken wie eine Materialisierung der unheimlichen, teils grotesk anmutenden Zustände, in denen wir uns seit dem 13. März 2020 bewegen. Mehr oder weniger befremdet und teils traumatisiert erleben wir die Verschiebung der Grenze zwischen überraschendem Traum und vertrauter Realität: Staunend stehen wir vor den verzerrten Zielobjekten unseres gewohnten Konsumverhaltens im alltäglichen kleinen Kaufrausch und nehmen das bisher Selbstverständliche nun bewusster wahr. Insofern gilt unser Dank Anisa, Defne, Julius, Lea, Meikel, Philipp und Susanna sowohl für ihren augenzwinkerndem Ideenreichtum als auch für ihre hellseherischen Fähigkeiten im Rahmen eines Projekts, bei dem die Kunst den Entwicklungen unserer Welt klamm und heimlich eine Nasenlänge voraus war!
J. Juhre

Abi geschafft! Und was jetzt? Lesung mit Paul Bühre über „das Jahr danach“


Endlich Sommerferien! Die besten sechs Wochen des Jahres! Aber was, wenn danach keine Schule mehr ist? Was ist das für ein Gefühl? Freiheit? Oder fängt jetzt der Ernst des Lebens an? Erst am Morgen nach dem Abiball ist es da: das Gefühl von Freiheit! Hurra! In den nächsten Wochen stellt Paul sich den Wecker auf 8 Uhr, um ihn wieder auszuschalten und weiterzuschlafen. Doch dann kommt der Druck! Wer zur Hölle bin ich? Und was mache ich jetzt? Das Gammeln lässt sich nicht länger genießen und so beschließt Paul zu reisen. Ganz alleine. Ein sogenanntes Gap-Year. Eine neue Sprache lernen. Abenteuer erleben. Erfahrungen sammeln und Antworten finden auf seine Fragen: Wie will ich später leben? Womit mein Geld verdienen? Paul liest gerne, er schreibt viel und zeichnet dazu. Aber soll er das zu seinem Beruf machen? Mit dem Geld, das er durch den Bestseller-Erfolg seines ersten Buches Teenie Leaks verdient hat, macht er sich auf den Weg nach China. Eine Kung-Fu-Ausbildung schwebt dem passionierten Comic-Fan vor. Durch extrem hartes Training den Kopf frei bekommen und als Nebeneffekt vielleicht so cool wie Batman oder Karate Kid werden?

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Leben wie Gott Jupiter an der Ahr: Ausflug zur Römervilla

Bereits am 10. September 2019 fuhren wir, der Latein- kurs der Stufe 7, unter der Leitung von Frau Ankerhold und Frau Goetzke zur Römer- villa in Ahrweiler. Mit der Bahn ging es nach Ahrweiler Markt und den Rest der Strecke lie- fen wir an Weinbergen vorbei. Zuerst bekamen wir eine ein- stündige Führung durch die heute überdachten Reste römischer Gemäuer. Die Villa bestand damals aus einer gro- ßen Eingangshalle, genannt Porticus, vielen Schlafzim- mern, einer funktionierenden Fußbodenheizung und einer großen, aber nachträglich eingebauten Küche. Heute sind nur noch die alten Grundmauern und einige Wandmalereien und Verzierungen erhalten. An einem Modell konnte man erkennen, dass die Villa früher ein herrschaftliches Haus war – mit viel Land und sieben weiteren Gebäuden umgeben, darunter Schuppen, Heuspeicher, Tierställe und ein luxuriöses Badehaus. Als die Germanen über den Rhein kamen, wurden die Römer vertrieben. Die Germanen konnten dieses Haus aber nicht betreiben und nutzten es deshalb als Grabstätte. Danach wurde die Villa von einer Gerölllawine überschüttet und 1990, beim Bau einer Straße wiederentdeckt und freigelegt. Der Museumsführer erklärte uns außerdem, dass die Villa ein eigenes Kanalsystem, angeschlossen an den Fluss Ahr hatte. Nach der Führung hatten unsere Lehrerinnen noch eine kleine Museumsralley für uns vorbereitet. So konnten wir die Anlage selbstständig erkunden. Auf die Sieger wartete ein original lateinischer Radiergummi, mit dem berühmtesten lateinischen Satz der Welt: Errare huma- num est. Danach machte wir uns wieder auf den Heimweg, doch nicht ohne einen Besuch im Museumsshop. Wieder am Mehlemer Bahn angekommen waren wir um einiges Wissen und einen schönen Tag reicher! Dennoch sind die meisten von uns nach unse- rem Ausflug doch ganz froh, nicht in damaligen Zeiten gelebt zu haben!
Konrad S., Kilian D. und Bennet E. für den Lateinkurs in Stufe 7