Die Exkursion unseres Geschichtskurses zum Handelsblatt, begleitet von Frau Wagner und Frau Therre, begann am 28. Juni eigentlich bereits am Graf-Adolf-Platz in Düsseldorf: Beim Ausstieg fielen uns sofort die in ihrer Architektur überwältigenden Hochhäuser ins Auge. Es herrschte gleich eine Art Business-Atmosphäre. Weiter die Straße entlang erreichten wir die Zentralredaktion des Handelsblatts. Im Foyer begrüßte uns Herr Baumann sehr freundlich. Er ist der Chef vom Dienst für das Handelsblatt und seine iPad-Ausgabe. Wir folgten ihm in die nächsthöhere Etage und er zeigte uns den Arbeitsort der Redakteure. Das Klima in dieser Etage ist, obwohl es sich um ein Großraumbüro handelt, sehr ruhig und entspannt, was womöglich an der Uhrzeit vor 10 Uhr morgens lag. Weiterhin präsentierte er uns auf einem iPad die Digitalisierung des Handelsblatts. Er machte uns mit verschiedenen Apps bekannt und danach bekamen wir einen Einblick in die Arbeit der Grafikdesigner.
Allgemein
Aus dem Hut gezaubert: Schneewittchens schlaue Wandlungen, inszeniert vom Literaturkurs









Witz, Tempo und ein Sprechen wie im echten Leben waren Garanten für zwei unterhaltsame Theaterabende, die der Literaturkurs in der Q1 von Herrn Biewald am 22. und am 28. Juni auf die Aulabühne brachte. Der an sich schon unterhaltsame Dramentext von Christine Steinwasser als Textbasis mit seiner Grundidee einer Amateur-Theatertruppe, die ein Märchen aufführen will, wurde im Laufe der Arbeit durch eine weitere Ebene erweitert: So erhielt das kurzweilige Stück geradezu vertrackte Tiefe und bot den Zuschauern auf hintersinnige Weise Einblicke in ideologische Sichtweisen, die klammheimlich durch Theaterstücke transportiert werden. Die achtköpfige Theatertruppe hatte sich dazu entschlossen, parallel zum Faustprojekt des restlichen Kurses, beraten von Herrn Biewald, aber weitgehend eigenständig, eine Komödie zu erarbeiten. Dabei garnierte Dominic Funken in der Rolle des bajuwarischen facility managers das Ganze mit einer Extraportion Komik. Das Ergebnis war eine zwerchfellerschütternde wie aufklärerische tour de force für die Zuschauer. Chapeau!
J. Juhre

Willkommen beim Abend der kulturellen Vielfalt
Der dritte internationale Abend am Konrad-Adenauer-Gymnasium stand in diesem Jahr, initiiert von Frau Haupts, unter dem Motto bewusst gelebter und gewollter Vielfalt an unserer Schule. Deutlich wurde dies bereits im Rahmen der Begrüßung in rund zehn verschiedenen Sprachen zu Beginn des Festabends. Immer wieder gestärkt durch das Buffet, das Frau Ivaschenkos Praktische-Philiosophie-Klasse aufgefahren hatte, und eingestimmt durch zwei auf Internationalität angelegte Kunstausstellungen vor der Aula konnten sich unsere Gäste über zwei Stunden unterhalten und inspirieren lassen. Geboten wurde die Selbstvorstellung unserer Internationalen Vorbereitungsklasse, Jump-style-Tanz, ein Ideengewitter in Form einer Modenschau, zwei selbst geschriebene und inszenierte fairy-tales mit sprechendem Fisch, mürrischem Troll und fliegendem Teppich. Hinzu kamen neben wunderbarer französischer Situationskomik ein englischer Sketch mit einem abwesenden Elefanten in der Hauptrolle, die Lesung eines afghanischen Märchens und Beiträge des Unterstufenchors im Gefolge von Frau Giesen, der mit dem Lied Stammbaum der Bläck Föoss den Gedanken von Gemeinschaft und Integration wunderbar rheinisch verdeutlicht.
Danke an alle für diese Liebeserklärung an die Vielfalt an unserer Schule und ihre Offenheit unter dem Schirm gemeinsam gelebter Werte!
J. Juhre
Literaturgrundkurs des Konrad-Adenauer-Gymnasiums mit einem modernen Tribut an den Autor des Urfaust
Der Titel der Inszenierung ist bereits wegweisend: Mit Gretchen nimmt Herr Biewalds Literaturkurs in der Q1 Goethes Frauenfigur und ihre persönliche Tragödie in den Blick. Die Art, in der dies geschieht, ist an Ausdruckskraft von geradezu expressionistischer Intensität. Erreicht wird dies durch kraftvolle Bilder, leuchtende Farben, mitreißendes Bewegungstheater mit Tanz und emblematischen Gesten, was aber immer im Dienst eines präzisen und geradezu zärtlichen Blickes auf die blutjunge Geliebte Fausts steht. Dieser opfert seine Liebe und bleibt in seiner vorwurfsvollen Haltung Gretchen gegenüber die moderne Variante des unreifen Mannes. Der Zuschauer der heutigen Zeit fühlt sich dabei nicht nur angesprochen, sondern geradezu ertappt, wenn Gretchen in seiner ganzen frommen Verzweiflung („Ach neige, du Schmerzensreiche“) von einem ignoranten sozialen Netzwerk umfangen bleibt, welches der modernen Bespaßungsindustrie frönt, über Smartphone-Oberflächen wischt und Eis isst, während die menschliche Tragödie in direkter Nachbarschaft ihren Lauf nimmt.